Where ecology
meets economy

Bio-dynamisch

Viele der Erzeuger von Eosta haben sich für den bio-dynamischen Anbau und damit für die Richtlinien des Anbauverbandes Demeter entschieden, der erweiterte, teilweise strengere Anforderungen stellt. Unter bio-dynamischer Landwirtschaft wird Landbau, Viehzucht, Saatgutproduktion und Landschaftspflege nach anthroposophischen Grundsätzen verstanden. Der landwirtschaftliche Betrieb wird als Organismus und Individualität angesehen, der seine eigene Charakteristik und Lebenskräfte hat und die Grundprinzipien der Natur wertschätzt. Einige Grundprinzipien des bio-dynamischen Anbaus sind:

Die Natur wie ein Buch lesen
Die Natur zeigt ihren Charakter durch ihre Form und Gestalt. Deshalb sollte sie sorgfältig beobachtet werden und zwar aus verschiedenen Perspektiven: im Schatten und im Sonnenlicht, bei Dürre und bei Nässe, auf verschiedenen Böden wie Sand oder Erde. Erst dann kann einen größeres Verständnis für die Natur und die Elemente entstehen.

Die „kosmischen Rhythmen“
Das Licht der Sonne und die „kosmischen Rhythmen“ des Mondes und der Planeten tragen zum Leben, zum Wachstum und zur Form der Pflanzen bei. Erst wer diese Rhythmen und ihre Auswirkungen versteht, kann das für die Aussaat, den Anbau und die Ernte von Pflanzen positiv nutzen.

Das Leben der Pflanzen ist eng mit dem Leben im Boden verbunden
Der bio-dynamische Anbau hat erkannt, dass das Leben der Pflanzen eng mit dem Leben im Boden verbunden ist. Daher wird die Belebung des Bodens und die Förderung und Erhaltung einer dauerhaften Fruchtbarkeit als besonders wichtig eingestuft und neue Ideen für Düngerwirtschaft und Kompostherstellung entwickelt. Nur mit Hilfe von Kompost kann gesunder Humus im Boden geschaffen werden.

Eine neue Sicht auf Ernährung
Wir beziehen unsere körperliche Stärke und Energie, indem wir die Nährstoffe aus unserer Nahrung abbauen. Je lebendiger, nährstoffreicher demnach unsere Nahrung ist, desto mehr wird unsere eigene Aktivität angekurbelt. Aus diesem Grund strebt der bio-dynamische Anbau nach Qualität – und nicht nach Quantität. Im Gegensatz zum konventionellen Anbau, wo dem Boden lösliche Mineralien zugesetzt werden, die die Pflanze über das Wasser aufnimmt, dabei aber die Fähigkeit, sich selbstständig mit Nährstoffen aus dem Boden zu versorgen, verliert und gleichzeitig den Boden auslaucht, spielt ein starker und gesunder Boden im bio-dynamischen Anbau eine tragende Rolle.

Medizin für die Erde
Grundlage des bio-dynamischen Anbaus ist die Anthroposophie. Begründer Rudolf Steiner versuchte Zeit seines Lebens seine geistigen Forschungsergebnisse in eine moderne, dem Menschen zugängliche und nach seiner Ansicht wissenschaftliche Form zu bringen. Das gelang ihm nur bedingt. Dennoch sind die positiven Auswirkungen des bio-dynamischen Anbaus wie zum Beispiel die Steigerung der Fruchtbarkeit des Bodens wissenschaftlich belegbar u.a. durch das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) in der Schweiz oder das Darmstädter Institut für Biologisch-Dynamische Forschung in Deutschland.

Der Bauernhof als Basis der Landwirtschaft
In seinen Schriften über die Landwirtschaft beschreibt Rudolf Steiner die Idee eines autarken Bauernhofs: „Dort gibt es nur so viele Tiere, wie benötigt werden, um ausreichend Dung für einen fruchtbaren Boden zu produzieren. Die Tiere erhalten als Futter, was auf dem Hof erwirtschaftet wird. Pflanzliche Abfälle, Dung und Essensreste – diese Dinge enthalten wertvolle Lebenskraft, wenn mit ihnen achtsam umgegangen wird – werden genutzt, um den Boden lebendig zu halten. Der Bauer soll von der Natur und ihrer unabhängigen Versorgung lernen und versuchen diese für sich zu nutzen.“ Dieser Ansatz findet auch heute noch Anwendung: Auf dem Hof sollen möglichst viele Tier- und Pflanzenarten leben. Die Haltung von Wiederkäuern, in der Regel Rindern, ist verpflichtend. Der Mist der Tiere wird als Dünger verwendet. Je vielfältiger und abwechslungsreicher ein Betrieb produziert, umso stabiler ist die Umwelt. Auch die Artenvielfalt soll erhalten bleiben, indem Hecken gepflanzt und Ackerrandstreifen angelegt werden und auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel verzichtet wird.

Berufskenntnis als Grundlage für Wirtschaftlichkeit
Steiner unterstreicht die Absurdität, dass der landwirtschaftliche Markt von Menschen bestimmt wird, die selbst nie etwas angebaut oder eine Hof betrieben haben. Diesem Ansatz folgt auch das Konzept „Solidarische Landwirtschaft“ – auch Community Supported Agriculture (CSA) in den USA, AMAP in Frankreich und Teikei in Japan genannt. Dabei handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss von ei em landwirtschaftlichen Betrieb oder Gärtnerei mit einer Gruppe Verbraucher. Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Bio-Produktion verpflichten sich diese regelmäßig im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Hof zu zahlen, der mit dem Geld seinen Möglichkeiten entsprechend wirtschaftet. Die Verbraucher erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte sowie weiterverarbeitete Erzeugnisse wie Brot, Käse etc. sofern der Hof diese herstellt. Gleichzeigt erfahren sie mehr über die Anbauweisen und die Bedürfnisse der Landwirtschaft. Inzwischen gibt es in Deutschland 36 solcher Höfe – Tendenz steigend.

(Based on "An Introduction To Biodynamic Agriculture" in Stella Natura by Sherry Wildfeuer (1995))

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Rudolf Steiner
Rudolf Steiner war Österreicher, Wissenschaftler, Philosoph und Gründer der Anthroposophie auf deren Grundsätzen der bio-dynamische Anbau basiert. Die Anthroposophie betrachtet alles Lebendige als Teil eines großen Ganzen, dessen Summe größer ist, als die Summe seiner einzelnen Teile. Das heißt, das Überleben eines Einzelnen ist abhängig ist von dem Wohlwollen der Anderen. Der bio-dynamische Anbau begreift die Erde als lebendigen Organismus und versucht die Böden zu erneuern, um Lebensmittel zu erzeugen, die lebendig und nahrhaft sind.

Ganzheitliche Beobachtungen
Eosta fördert die Beurteilung der Bio-Lebensmittelqualität durch eine Reihe bildschaffender Verfahren, die die sogenannte „Vitalqualität“, „Lebenskraft“ oder „innere Qualität“ von Lebensmitteln darstellen. So zum Beispiel auch die von Ehrenfried Pfeiffer, einem Schüler von Rudolf Steiner, entwickelte Kupferchloridkristallisation. Ehrenfried Pfeiffer verschaffte dem bio-dynamischen Anbau in den Niederlanden und den USA mehr Aufmerksamkeit.

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